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Eine Mahnwache - auch für Bildungsfreiheit

Netzwerk: Kundgebung für Jugendliche und gegen Amtsgericht und Jugendamt Erlangen
 Eine Mahnwache - auch für Bildungsfreiheit
Foto: André De Geare
Bitte Bild anklicken!
Das Netzwerk Bildungsfreiheit hat am Freitagnachmittag am Hugenottenplatz eine Mahnwache für das 15-jährige Erlanger Mädchen veranstaltet, das auf Anraten des Erlanger Jugendamtes und auf Beschluss des Amtsgerichts mit Nachdruck aus seiner Familie genommen wurde.

Über diese Maßnahme selbst verhandelten Gericht, Familie, Vertreter des Jugendamtes und der Klinik für Jugendpsychiatrie am Klinikum Nürnberg-Nord über viele Stunden im Amtsgericht - einen Beschluss, wie es mit dem Mädchen weitergeht, gab es nach der Verhandlung nicht, das Gericht will sich am Montag schriftlich erklären. Ob aus dem Sitzungsverlauf bereits die weiteren Schritte abzulesen sind, ist offenbar Interpretationssache. Während sich die Familie einen Beschluss in ihrem Sinne erhofft, sieht dies die Gegenseite anders und rechnet mit einem «Urteil» in ihrem Sinn. Ob dieser Beschluss noch einer rechtlichen Überprüfung durch das Oberlandesgericht Nürnberg bedarf, hängt von der Reaktion der Eltern ab: sollten sie dies erklagen, muss die nächste Instanz entscheiden.

Bei der Mahnwache des Netzwerks Bildungsfreiheit ging es um die Annahme, das Mädchen sei deswegen aus der Familie genommen worden, um die Schulpflicht gegen den Willen der Eltern zu erzwingen. Dies wurde und wird aber bestritten - sodass auch der Protest des Netzwerks, dessen Vorsitzender Jörg Großelümern aus dem Nürnberger Land sogar Teilnehmer aus Baden-Württemberg begrüßen konnte, etwas unkonkret blieb.

Das Netzwerk besteht jedoch weiter auf dem Standpunkt, dass Eltern, deren Zuverlässigkeit nicht infrage gestellt ist, ihre Kinder selbst unterrichten dürfen. pm
17.2.2007
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