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Titelflut im Wasser |
| SSG-Schwimm-Stars bei «DM erfolgreich |
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«Über «eine sehr gute Bilanz bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften konnte sich Roland Böller freuen, der Cheftrainer der SSG Erlangen. So viele Aktive der SSG waren noch nie auf Medaillenplätze einer DM geschwommen — und dabei fehlte auch noch eine der beiden Erlanger Weltklasse-Schwimmerinnen. Würde Teresa Rohmann nicht noch immer unter den Nachwirkungen ihrer beiden Schulteroperationen leiden, dann wäre die Bilanz noch besser als «sehr gut ausgefallen.
Überragend aus Erlanger Sicht waren in Berlin natürlich der Titelgewinn durch die Frauen-Sprintstaffel, die beiden Vizemeisterschaften durch Andreas Lösel und Daniela Götz, die dabei auch noch zwei deutsche Altersklassenrekorde aufstellte und sich für die Europameisterschaften in Budapest qualifizierte.
Das aber war nicht alles an Glanzlichtern. Stolz kann der Erlanger Schwimmsport auch darauf sein, dass gleich sechs Leistungsträger in den A-Finales schwammen, dass sich Laura Vanek für die Junioren-Europameisterschaft qualifizieren konnte und dass sechs deutsche Jahrgangstitel im Jugend- und Juniorenbereich geholt wurden.
Vanek fährt zur Junioren-EM
Zwei gingen an die Freistil-Sprinterin Daniela Götz. Zwei Mal Jahrgangs-Gold gab es auch für Franziska Prade über 400 und 800 Meter Freistil. Laura Vanek erkraulte sich über 100 Meter die Jahrgangsmeisterschaft und auch noch die Fahrkarte zur Junioren-EM. Über 400 Meter Lagen war Elisabeth Krüger siegreich.
Jahrgangs-Medaillen sicherten sich auch die erst 14-jährige Michaela Kesselring, Tina Rosenzweig und Anh-Thy Nebel, die gleich vier Medaillen einheimste. Die 16-Jährige wurde einmal Zweite und drei Mal Dritte im Schmetterlings- und im Rückenschwimmen. Tina Rosenzweig kam über 200 Meter Rücken als Zweite ins Ziel. Michaela Kesselring wurde sowohl über 400 als auch über 800 Meter Freistil Dritte.
«Über einen überlegenen Staffelsieg mit vier Sekunden Vorsprung freute sich Trainer Böller mit den vier jungen Damen Daniela Götz, Franziska Prade, Elisabeth Krüger und Laura Vanek.
Sie gewannen den deutschen Meistertitel der 4x100-Meter-Freistilstaffeln in 3:49,01 Minuten und deklassierten geradezu den Vizemeister SG Wuppertal/Uerdingen/Dortmund (3:53,11), die SG Leipzig, Sindelfingen, Essen, die SG Elbe, die SG Saar und die Wasserfreunde Hannover.
Genau 55 Sekunden
Die 100 Meter Freistil der Frauen hatten es in sich: Daniela Götz wurde — als Titelverteidigerin angetreten — zwar «nur Vierte im schnellsten DM-Finale aller Zeiten. Aber ihre 55,00 Sekunden brachten dennoch die Nominierung für die EM ein. Über die 50 Meter Freistil war die Sprintspezialistin als Vizemeisterin klar besser platziert, doch mit ihrer Zeit von 25,67 Sekunden verpasste sie um fünf Hundertstel die Normzeit für die Europameisterschaften. Ihr Trainer hofft, dass der 18-jährigen Perspektivschwimmerin des Deutschen Schwimmverbandes doch noch der EM-Start auch über die 50-Meter-Strecke gestattet wird.
Titelgewinn haarscharf verpasst
Bei der Europameisterschaft ist sie ja eh dabei — anders als Pechvogel Andreas Lösel. Der erreichte seine bisher beste Platzierung bei deutschen Meisterschaften — im Vorjahr war er Dritter, jetzt Zweiter über die 200-Meter-Bruststrecke. Aber den Titelgewinn und den EM-Start verpasste er um ganze vier Hundertstelsekunden. Er ging das Rennen übervorsichtig an, war nach 150 Metern lediglich Vierter und schlug dann doch noch nach tollem Schlussspurt in 2:15,98 Minuten als Zweiter an.
Über 100 Meter Brust wurde Lösel Fünfter in 1:03,12. In dieser Entscheidung hatte die SSG Erlangen sogar zwei heiße Eisen im Wasser, denn auch Maximilian Schenke hatte das A-Finale erreicht. Er kam als Siebter (2:19, 29) ins Ziel.
Zwei Mal schwamm Franziska Prade in Endläufen. In 1500 Meter Freistil wurde sie Vierte mit einer Zeit von 17:04,69 Minuten, in 400 Meter Freistil kam sie auf Rang sechs in 4:19,30.
Ebenfalls in finalen Rennen dabei waren Corinna Gottschalk und Elisabeth Krüger. Gottschalk erreichte in 100 Meter Schmetterling Platz sechs in 1:02,31 Minuten, Elisabeth Krüger in 400 Meter Lagen Platz sieben in 5:01,14.
EDWARD BENESCH |
| 27.6.2006 |
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