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Die Rückkehr der Punks

Polizei und Charakterstärke: „Die Suicides“ laden zum Jubiläumskonzert
 Die Rückkehr der Punks
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Erlangens Punk-Pioniere melden sich zurück: Morgen ab 20 Uhr laden „Die Suicides“ zur Party mit Konzert, Gästen und „historischen“ Filmen in den E-Werk-Mehrzweckbereich, um das 25-jährige Bandjubiläum zu feiern.

Die Welt ist manchmal ungerecht: Da touren die „Toten Hosen“ immer noch durch die Stadien der Republik, und viele andere Bands, die fast zeitgleich mit den Düsseldorfern ihre Karrieren starteten, sind längst in Vergessenheit geraten oder existieren nur noch in verklärenden Erinnerungen ehemaliger Fans. Auch bei den „Suicides“ platzte nach elanvollem Beginn der Traum vom Stardasein. Mike Neun sieht es gelassen: „Wir hatten eben nicht so viel Glück gehabt.“

Die Chance zum Aufstieg hatten die Erlanger gleich zu Beginn ihrer wilden Jahre als „böse Buben“ der heimischen Musik-Szene. „Als die Neue Deutsche Welle aufkam, hätten wir uns nur anpassen müssen“, berichten Sänger Mike Neun und Gitarrist Dirk Steuerlein. Doch „Anpassen“ oder gar auf Wunsch des Managers nach Hamburg ziehen, war eben nicht das Ding der „Suicides“. Statt dessen wollten die Musiker weiter Punkrock mit politisch engagierten Texten spielen und von Erlangen aus die Welt erobern. Steuerlein: „Wir wollten uns unseren Charakter nicht versauen lassen!“

Immerhin schrieb die Band in der Region Rock-Geschichte und sorgte mit dafür, dass Erlangen Anfang der 80er Jahre Schwerpunkt der Punk-Szene wurde. Die Festivals im „Waldschießhaus“ waren legendär und als „Die Suicides“ die Wände im „Wirtschaftswunder“ zum wackeln brachten, rückte gar die Polizei an. Wie wild nun aber morgen das„Punk-Klassentreffen“ ausfallen wird, wissen weder Neun noch Steuerlein. Eins steht fest: „So steif, wie auf einem Klassentreffen möge es bitte nicht zugehen!“ smö
22.1.2004
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