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Ein Kessel Buntes |
| Advents-Publikums-Magnet: «Viva Voce» trifft CEG |
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In der ausverkauften Heinrich-Lades-Halle gaben auf Einladung des «fifty fifty» die A-cappella-Gruppe «Viva Voce» und das Symphonie-Orchester des Christian-Ernst-Gymnasiums ein gemeinsames Konzert.
Ein Kombi-Paket, bei dem eigentlich nichts schief gehen kann, dachte sich «Fifty»-Chef Andreas Büeler: Eine der ausgewiesenermaßen besten deutschen, auch in Erlangen wohl bekannten A-cappella-Band trifft auf das vielköpfige Orchester des musischen Gymnasiums der Hugenottenstadt. Eine Rechnung, die prompt aufging, sowohl was den Zuspruch als auch die Qualität betrifft: 1200 Besucher eilten in die Ladeshalle, um einem Programm zu lauschen, das sanft ironisch «Wir schenken uns nix» heißt und Weihnachtliches im Angebot hatte.
Und das in einer Weise dargeboten wurde, die den Profi-Status des Herren-Fünfers aus Ansbach unterstrich und den Amateur-Status des Schüler-Ensembles als fast schon nicht mehr zutreffend aufzeigte. Nach orchestralem Beginn mit Engelbert Humperdincks «Hänsel und Gretel» erwies sich die bei einer Hand voll gemeinsam präsentierter Stücke an den Tag gelegte musikalische Koexistenz bereits bei «Zu Bethlehem geboren» als unumwunden tragfähig. Höhepunkt dieses Teamworks war die beidseitige Gänsehaut-Performance von «Maria durch ein Dornwald ging» - die perfekte Verbindung von stimmlichen und instrumentaltechnischen Fähig- und Fertigkeiten in punktgenauer Musik-Dramaturgie. Puristen von getragen-deutschem Weihnachtsliedergut wurden darüber hinaus jedoch kaum bedient.
«Gans im Glück»
Kein Wunder, die «Viva Voce»-Sänger sind nun mal Vertreter der superleichten Muse, und so wurde bei Liedern wie «Gans im Glück», «Weihnachtsspeck», «Frosty, der Schneemann» oder «Dieses Jahr bin ich der Weihnachtsmann» die locker-legere Entertainment-Lok kräftig unter Dampf gehalten, inklusive launigen Anmoderationen, Witzchen, Gimmicks und sonstigen Späßchen. Christmas goes Pop, wie sollte es hier auch anders sein, das Charmebolzen-Quintett auf der Bühne lachte sich eins und das Publikum ging bei der hippen, immer augenzwinkernden Sause begeistert mit.
Wo hier Percussion- und Drumbeat-Klänge rein stimmlich produziert wurden, durfte dort mit instrumentalem Können geglänzt werden: Orchesterleiter Andreas Englhardt hatte seine Mädels und Jungs bestens eingestellt, die CEGler (mit starker Streicherfraktion) «funktionierten» sowohl als Klangkörper mit beeindruckender Homogenität als auch als «Produzenten» nassforscher Bläser-Soli.
Und dies alles ohne Scheu vor sehr großem Publikum. Also ein Kessel Buntes, und am Ende waren dann alle glücklich, Weihnachtsliebhaber und Weihnachtshasser, «Viva Voce»-Fans und Schüler-Eltern. Ein schnurriger Vorgriff auf das «Fest der Liebe». MANFRED KOCH |
| 11.12.2009 |
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