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Volksküche im Foyer |
| Hohe Beteiligung - Uni-Leitung gesprächsbereit |
| Volksküche im Foyer |
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Die Studierenden wollen bis mindestens Freitag das Audimax der Universität besetzt halten. Unterstützt werden sie bei ihrer Protestaktion mit Lebensmittel-Spenden aus dem Erlanger Einzelhandel.
ERLANGEN (bjk) - So eine Besetzung will organisiert sein. Erst recht, wenn sie eigentlich gar nicht geplant war. Unmittelbar nach Einzug in das Audimax haben die Studierenden deshalb Arbeitsgruppen gebildet (wir berichteten bereits), die die Forderungen ausarbeiten, sich um Verpflegung und Unterhaltung kümmern und die Öffentlichkeit informieren sollen.
Mit Spenden in Form von Lebensmitteln und Bier konnte gleich am ersten Protestabend eine Art Volksküche auf die Beine gestellt werden. Kostenlos konnte sich jeder Studierende mit wahlweise einem Eintopf oder Nudeln den Bauch füllen. Abspülen musste allerdings jeder selbst.
Innerhalb weniger Stunden wurde auch eine eigene Homepage der Besetzer (www.faubrennt.de) aus dem Boden gestampft. Außerdem «zwitschern» Studierende laufend allerlei inoffizielle Mitteilungen hinaus.
Schon am ersten Abend gab es spontan ein umfangreiches Kulturprogramm im Audimax. Es gab Live-Musik, einen Poetry-Slam, Improtheater und DJs. Ähnlich sollen die weiteren Abende verlaufen.
Etwa 50 Studierende blieben am ersten Aktionstag sogar über Nacht. Sie schlugen sich selbige mit Schlafsäcken und Isomatten um die Ohren, wurden dafür aber immerhin mit einem Frühstück entlohnt.
Etwas überraschend mag erscheinen, wie viele Studierende, im Durchschnitt etwa 300, aktiv an den mehrmals täglich stattfindenden Debattiersitzungen teilnehmen. Dabei stimmt das Plenum durch Aufstehen über die einzelnen Forderungen ab, die an die Uni-Leitung gestellt werden sollen.
Die bisher bekannten Forderungen umfassen etwa die Abschaffung der Studiengebühren und die Einführung einer gewählten, verfassten Studierendenschaft als Sprachrohr, wie sie in anderen Bundesländern schon üblich ist.
Auf Distanz gegangen
Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) distanzierte sich in der Zwischenzeit «auf das Schärfste» von der Besetzung des Audimax. Dem Vernehmen nach beteiligen sich jedoch auch Mitglieder des RCDS an den Diskussionen.
Die Uni-Leitung bleibt derweil betont gelassen. «Solange die Proteste weiter friedlich verlaufen, hat die Uni nicht vor einzuschreiten», so die Pressesprecherin der Universität, Sandra Kurze. Vielmehr sei man gesprächsbereit und warte auf die Forderungen.
Dass bislang alles ganz friedlich, ruhig und gesittet verlaufen sei, dies versichern Studierende und Universitätsleitung unisono. Am Freitag wollen die Studenten darüber abstimmen, ob man die Besetzung weiterführen oder aufheben solle. Mut zum Durchhalten dürfte ihnen machen, dass Proteste an anderen Hochschulen, so etwa in Niedersachsen, inzwischen offenbar erste Wirkung gezeigt haben. |
| 19.11.2009 |
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