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Ein Neuanfang mit engagierter Kulturarbeit |
| Der Erlanger Peter Gregor hat in Berlin eine Galerie für Fotografie eröffnet - Kritischer Blick auf Atomenergie |
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Peter Gregor kehrte vor drei Jahren Erlangen den Rücken und siedelte nach Berlin über. Vor ein paar Monaten hat er nun im Osten der Stadt unter dem Namen «loftgalerie» eine ambitionierte Ausstellungs-Plattform für zeitgenössische und kritische Fotografie eröffnet.
«Galerie mit Fotografien und Abbildungen von schönen Dingen gibt es in Berlin schon genügend!» Wenn man sich mit dem ehemaligen Erlanger Peter Gregor über seine «loftgalerie» unterhält, merkt man sofort, wie wichtig ihm das sozialkritische Engagement seiner Arbeit ist. Und so wird er demnächst mit «Tschernobyl - Leben mit einer Tragödie» Arbeiten ausstellen, die jenseits von Schönfärberei angesiedelt sind und einen aktuellen Beitrag zur Diskussion um Atomenergie darstellen. Gregor: «Viele der Fotografien sind grausam. Doch dies ist notwendig, damit auch der Letzte begreift, was für Gefahren die Atomkraft in sich birgt.»
Peter Gregor wurde 1966 in Erlangen geboren. Nach einer Werkzeugmacher-Ausbildung ging Gregor als Autodidakt in die professionelle Fotografie. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren Industriefotografie und Bildjournalismus. 2006 entschied er sich für einen radikalen Schnitt und zog nach Berlin. Er kaufte ein Mehrfamilienhaus im Osten der Stadt und führte eine ökologische Kernsanierung durch. Im Erdgeschoss des Hauses eröffnete er im Mai 2009 - unweit der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee - die «loftgalerie für Fotografie». In den 100 Quadratmeter großen Ausstellungsräumen stellt Gregor zeitgenössische, künstlerische, sozialkritische und experimentelle Fotografie aus. Noch bis zum 11. September zeigt er derzeit Arbeiten des in Nürnberg geborenen Fotografen Rainer Elpel. Am 18. September öffnet die Ausstellung «Tschernobyl - Leben mit einer Tragödie» mit Fotografien von Rüdiger Lubricht und Gerd Ludwig. Begleitend hierzu findet eine
Vortragsreihe mit renommierten Wissenschaftlern (wie Edmund Lengfelder vom Otto-Hug-Strahleninstitut München) statt.
Gerd Ludwig 1974 war Mitbegründer der renommierten Fotoagentur Visum in Hamburg. Es folgten zahllose internationale Werbekampagnen. 1984 zog er nach New York, seit 1992 lebt er in Los Angeles. In über 70 Ländern hat Ludwig unter anderem für, Time, Life, Newsweek, Fortune, Stern, Focus, Geo, Spiegel und Zeit gearbeitet. Seit 1989 arbeitet Ludwig vornehmlich für National Geographic. Tschernobyl dokumentiert er seit 1993.
Rüdiger Lubricht arbeitet seit 2003 an dem Langzeitprojekt «Tschernobyl - Leben mit einer Tragödie” und unternahm sechs Reisen in die kontaminierten Sperrzonen der Ukraine und Weißrusslands. Dort fotografierte er verlassene Dörfer und Städte, die durch radioaktiv verseuchten Niederschlag auf Dauer unbewohnbar geworden sind und traf die im Volksmund als «Partisanen» bezeichneten Alten, die nach der Zwangsevakuierung in ihre Häuser zurückkehrten. smö
www.loftgalerie.de |
| 5.9.2009 |
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ERLANGER NACHRICHTEN |
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