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Auch die 17. Erlanger Skatenight war, obwohl die 16. erst vor knapp zwei Monaten stattgefunden hatte, wieder ein überwältigender Erfolg. Weit über achttausend Menschen waren auf ihren acht Rollen im Röthelheimpark unterwegs.
ERLANGEN (kds) – Morgens, sagte Sportamtsleiter Uli Klement beim Start, da habe man noch überlegt, ob man die Veranstaltung wegen des schlechten Wetters nicht besser verschieben solle. Man tat es nicht, und das Risiko hatte sich gelohnt. Als Bürgermeister Gerd Lohwasser nämlich abends um neun Uhr am Unicum vom Führungsfahrzeug aus den Startschuss gab, war das Wetter optimal, und etwa 5000 Skater sausten auf sein Kommando hin los, hinter dem Führungsfahrzeug her und der untergehenden Sonne entgegen.
Als der Kopf der Skaterschlange auf der Werner-von-Siemens-Straße an der Ecke Schuhstraße gewendet hatte und auf der Gegenfahrbahn zurück fuhr und in die Mozartstraße einbog, kam ihr Ende gerade aus der Hofmannstraße. Unterwegs an der Strecke standen dann noch so viele Sportlerinnen und Sportler am Straßenrand, um sich dem Tross anzuschießen, dass Polizei und Sportamt hernach mehr als 8000 begeisterte Teilnehmer zählten.
Es fiel auf, dass auch viele Menschen einfach nur am Straßenrand saßen, um den vorbei flitzenden Sportlerinnen und Sportlern begeistert zuzuwinken. Die Skatenight scheint wirklich angekommen zu sein bei der Bevölkerung, zumal sich die Bewohner vom Röthelheimpark durch die neu geschaffenen Übergänge dieses mal auch nicht «eingeschlossen« vorkommen mussten.
Am Ende der gut acht Kilometer langen Einführungsrunde verteilten sich die Menschenmassen auf beide Fahrspuren der Allee Am Röthelheim, und als das Führungsfahrzeug abbog, preschten die ganz sportlichen Typen im Höllentempo los auf den 5400 Meter langen Rundkurs. Auf dem bildete sich schnell eine Endlosschlange von fröhlich und ausgelassen dahin sausenden Skatern jeden Alters. Einige fassten sich an den Händen und machten eine Kette, andere bildeten, den Vordermann auf die Schultern fassend, Schlangen, und sogar rückwärts sausten die ganz Mutigen über den Parcours.
Völlig losgelöst war die Stimmung, und als die Ersten müde wurden, ließen sie sich bei der Spielvereinigung Erlangen nieder, wo es Getränke und Gegrilltes gab, und Präsident Peter Scholten fetzige Musik über die Kreuzung jagte. Nicht nur die Mitglieder seines Vereins halfen ehrenamtlich mit, zahlreiche andere Clubs und Institutionen, wie das THW, die Feuerwehr, das Rote Kreuz, Pennäler, Jugendverkehrs- und Wasserwacht, DLRG und die Scouts vom Roll- und Eissportclub des FCN sorgten ebenfalls mit für eine sichere Strecke.
Auch der Polizei und nicht zuletzt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom veranstaltenden Sportamt ist es zu verdanken, dass die Skatenight wiederum ein großer Erfolg war, und noch immer Jung und Alt magisch anzieht. kds |